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Mazzon: ein kleiner Ort, ein großer Name








Burgruine Kaldiff: Zinnenkreuz über wechselhafter Geschiche

Mazzon.
Der Genius Loci.

Einmal müssen Sie selbst kommen. Am besten an einem goldenen Septembertag, einem sonnenerfüllten Spätsommertag, die hier so zahlreich sind wie die Beeren auf einer prallen Traube. Der Himmel azurblau, noch nicht herbstlich gedunkelt, nur über dem Gebirgsstock der Mendel haben sich einige Wattewolken verfangen.

Das Terroir kennen Sie natürlich schon: die Hügellandschaft Mazzon, die beste Blauburgunder-Lage überhaupt im südlichen Tirol. Eine Reben-Insel, zwischen 300 und 450 Meter hoch gelegen, auf der orographisch linken Seite des Flusses Etsch. Darüber baut sich der schützende Bergkamm der Königswiese auf. Er beschattet am Morgen das gesamte Gebiet, sodass die Sonnen strahlen erst später die Kühle der Nacht vertreiben. Dafür bleibt die Sonne am Abend dann länger als im Tal. Der rasche Temperaturwechsel am Abend schafft ein den Reben besonders förderliches Mikroklima.

Achten Sie nun auf die Böden. Sie sind wie geschaffen für den Weinbau und im Besonderen für den Blauburgunder. Es sind sandige Lehmböden mit hohem Ton- und Kalkanteil. Entstanden sind diese Sedimente im Zeitalter der Trias, also vor 250 bis 200 Millionen Jahren. Experten sprechen von einem „hohen Skelett-Anteil“, einer „schluffig-lehmigen“ Bodenart und einer Vielfalt an Bodenmineralen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Böden Wasser und Nährstoffe gut speichern können aber auch gut dränieren.

Wandern wir also weiter und lassen eine erfrischende Brise über die Haut streichen. Spüren Sie es? Es ist der vom Gardasee kommende Wind „Ora“, der besonders an heißen Sommertagen nachmittags für willkommene Abkühlung sorgt. Dieser durchaus kräftige Wind ist angenehm für den Menschen und ideal für die engbeerige Blauburgunder-Traube.